Kaufmännisches Rechnen

By bueroahrens

Qualität hat ihren Preis. Logisch. Denn Qualität setzt sich zusammen aus fundiertem Know-how, gutem Service und Wertbeständigkeit.

Bei einem billigen Produkt gilt: Wenig Geld für viel Material. Dabei sind Beschaffenheit und Güte eher zweitrangig. Gleiches gilt für Dienstleistungen. Wer für ein paar Euro pro Stunde arbeitet, verliert schnell den Spaß und die Lust, sein Wissen und Können gezielt einzusetzen.

Also hat auch schlechte Qualität einen Preis. Nämlich einen zu hohen. Für eine minderwertige Ware oder Dienstleistung ist jeder Euro rausgeschmissenes Geld.

Auch ein sogenanntes „gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“ kann ein Missgriff sein. Zahlt es sich wirklich aus, für billiges Geld etwas Minderwertiges einzukaufen?

Bei allen Kosten-Nutzen-Überlegungen wird oft vergessen: Wer billig kauft – kauft meistens 2 Mal. Und wer doppelt kauft, hat auch den doppelten Aufwand.

Unternehmerisches Rechnen beinhaltet aber immer auch den Aufwand für eine Arbeit. Zeit ist Geld. Zeit, die für die zweite Recherche und den zweiten Kauf benötigt wird, steht nicht mehr für das Kerngeschäft zur Verfügung. Zeit, die bei schlechtem oder fehlendem Service verschwendet wird, fehlt für Kunden und Aufträge. Zeit, die bei der Jagd nach dem vermeintlich besten Preis verrinnt, fehlt für Ideen und neue Erfolge.

Wenn auch der persönliche Stundenlohn für Einkauf und Aufwand eingerechnet wird (inkl. einem Puffer für den evtl. Zweitkauf ;-) , wird aus einem günstigen Preis schnell ein teures Vergnügen.

Qualität hat ihren Preis. Ja. Aber bei genauerem Hinsehen ist dieser oft kleiner als ein Sonderangebot.

Wer auf Qualität achtet, findet gute Waren und Dienstleistungen, bequemen Service und verdient dank Zeitersparnis mehr Geld mit seinem eigenen Geschäft.

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2 Antworten zu „Kaufmännisches Rechnen“

  1. handykarsten sagt:

    Gibt es dazu ein paar konkrete Beispiele? Dann wäre dieser Artikel noch interessanter.

  2. bueroahrens sagt:

    Hallo Handykarsten,

    danke für Deine Nachfrage. Beispiele hierfür erlebe ich bei meiner Arbeit eigentlich fast jeden Tag.

    Bei einem Kunden stand ein zwar alter, aber guter Kopierer. Mit Einzelblatteinzug, sehr guter Kopierqualität und guter Geschwindigkeit. Vor kurzem musste dann ein neues Gerät gekauft werden. Die Wahl fiel auf ein preiswertes All-in-one-Tintengerät. Wenn ich jetzt auf den Startknopf drücke, warte ich minutenlang auf die Kopien.

    Diese unproduktive Wartezeit verteuert die preiswerte Anschaffung also bei jeder Benutzung.
    Auch die Tintenpatronen sind teuerer als Tonerkartuschen. Nun kann man die Patronen ja preiswert selbst nachfüllen. Haben wir gerade letzte Woche gemacht. Die Tintenflecken auf dem Schreibtisch konnten wir zum Glück entfernen. Wie ich gehört habe, werden die Flecken aus dem teuren Anzug aber wohl nicht herausgehen.

    Damit ist das gekaufte Modell schon jetzt teuerer als ein guter Kopierer.

    Oder das Beispiel der Werbekugelschreiber, die es in jedem Büro gibt. Meist mit einer Miene die schmiert und abgebrochenem Clip. Aber mit einem gut lesbarem Werbeaufdruck, damit auch jeder gleich sieht, von wem diese traurige Gestalt kommt.

    Gerade hier kann man mit ein paar Cent mehr viel erreichen. Ein minderwertiges Werbegeschenk schadet dem Firmenimage!

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