Jeder Mensch hat sein ganz persönliches Ordnungssystem. Die einen kommen mit ihrem persönlichen System gut zurecht und bei anderen funktioniert es so gar nicht.
Eigentlich ist das mit dem Ordnunghalten ganz einfach. Man gibt jedem Ding im Büro einen festen Platz. Also jeder Locher, Hefter, Kugelschreiber, Ordner, jede Büroklammer, Mappe, jedes Blatt Papier hat einen fest definierten Ort.
Bis hierhin ist es ganz einfach. Wirklich!
Weil – eigentlich hat ja schon alles einen festen Platz. Wenn Sie sich in Ihrem Büro einmal umschauen, werden Sie mir Recht geben. Eigentlich wissen Sie genau, wo jedes Teil stehen SOLLTE.
Der schwierigere Part ist also, diese Dinge auch an ihrem Platz zu halten.
Egal, welche Methode Sie anwenden; egal, für welches System Sie sich entscheiden – eines haben sie alle gemeinsam: Wird die „Platz-Regel“ nicht eingehalten, beginnt erst unmerklich, dann aber immer deutlicher, das Durcheinander.
Wenn Sie sich für Ihr Büro also wirklich Ordnung und Überblick wünschen, bleibt nur ein Weg: Alle Dinge müssen zurück an Ihren Platz.
Jeden Tag nur einige Minuten investieren und so die ganze Woche über die Vorteile eines aufgeräumten Büros nutzen. Jeden Tag das Büro mit einem leeren, aufgeräumten Schreibtisch verlassen, das ist am effektivsten.
Aber nicht jeder ist der Typ dafür. Nicht jeder findet die Zeit dafür. Oder glaubt nur, sie nicht zu finden.
Wenn ich die Zusammenarbeit mit neuen Kunden beginne, finde ich oft einen Zustand kurz vor dem Untergang vor. Das ist für mich die beste Ausgangssituation. Je unordentlicher es ist, desto einfacher wird meine Arbeit. Es bedeutet, der Kunde hat schon einiges ausprobiert, es hat aber nicht funktioniert. Jetzt ist der Zustand so kritisch, dass ich nur wenig Überzeugungsarbeit leisten muss.
Und genau das brauche ich: Die Bereitschaft, mitzumachen. Die Einsicht, dass es notwendig ist. Und die Erfahrung, dass ein Bisschen ab und zu eben nicht reicht.
Bei meinem „Chaos“-Kunden hat sich bewährt, einmal pro Woche Ordnungszeit fest einzuplanen. Wir gehen dann gemeinsam die Dinge der letzten Woche durch und dabei wird kräftig geräumt. Oft tauchen jetzt auch vermisste Unterlagen oder wichtige CDs wieder auf.
Während ich anschließend meiner Arbeit als Tagesassistentin nachgehe, beschäftigt sind meine Kunde noch einige Zeit mit der Ordnung. So bauen wir Woche für Woche das weiter Chaos ab. Inzwischen freut er sich sogar auf „unseren“ Tag
Und wenn Sie nun keine Tagesassistentin haben, die Sie jede Woche wieder motiviert? Dann bleibt nur der konsequente Eintrag in Ihrem Terminkalender „Aufräumen“.
Und das jede Woche wieder.
Schlagworte: Chaos-Kunde, Ordnung